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    Sportgeschichte

    Biathlon auf Schalke – Die World Team Challenge in der Veltins-Arena

    Bereits seit 2002, also 2018 zum 16. mal trifft sich die Weltspitze der Biathleten bei der diesjährigen World Team Challenge, dem Biathlon auf Schalke in der Veltins-Arena. Statt also wie sonst üblich in naturbelassenen, schneebedeckten Landschaften, wie sie Skandinavien oder Sibirien bieten, findet der Biathlon auf Schalke schon seit je her im umfunktionierten Stadion des FC Schalke 04  statt. Da dies ein riesiges Event inklusive Musik, Entertainment und viel Glühwein ist, muss nicht nur eine Menge Schnee herangekarrt werden, sondern eine Menge andere Dinge geplant werden.

    Geschichte des Biathlon auf Schalke

    Doch wie kam es überhaupt, dass eine so große Biathlon-Veranstaltung in einem Fußball-Stadion mitten im Ruhrgebiet geplant wurde? Nun, die erste Idee für ein solches Event kam von Herbert Fritzenwenger – einem ehemaligen Wintersportler – und fand ursprünglich in Ruhpolding statt. Damals waren die Fernseh-Anstalten eifrig auf der Suche nach einem Fernsehformat für den Zeitraum zwischen Weihnachten und Silvester. Zu dieser Zeit sitzen viele Leute aufgrund der Feiertage vor dem Fernseher und hier wäre ein Format mit Wintersport (was die Deutschen ja sowieso lieben) perfekt! Fritzenwenger erfand außerdem die Mixed-Staffel exklusiv für diese eher inoffizielle „Weltmeisterschaft“.

    In den 90er Jahren verfolgten bereits 5000 Zuschauer in Ruhpolding und über 2 Millionen Zuschauer vorm Fernseher das Biathlon-Spektakel. Fritzenwenger besuchte 2001 das Ruhrgebiet, um sich dort eine neu gebaute Skihalle anzusehene, als er die Veltins-Arena erblickte und sofort wurde ihm klar: Dort muss die World Team Challenge zukünftig stattfinden! Von einigen Seiner Kollegen wurde er zunächst für verrückt erklärt. Wie soll man denn bitte in einem Fußballstadion irgendein Wintersport-Event veranstalten, hieß es.

    Trotz der Kritik wurde alles wie geplant umgesetzt und der Biathlon auf Schalke war geboren! Gleich 35.000 Fans trafen sich in der zum Bersten vollen Arena und 5 Mio Zuschauer genossen das Event im TV. Die Wettkämpfe, die von 11-23 Uhr gingen, wurden gut ausgepolstert mit einem unterhaltsamen Rahmenprogramm.

    Unter den Athleten treten alle Topklasse-Biathleten, die die Welt kennt gegeneinander in der Mixed-Staffel Disziplin an. Diese Tatsache macht das Rennen natürlich noch spannender, wenn man weiß, dass nur die Besten der Besten versuchen den Titel zu holen. Des weiteren ist die Loipe verglichen zu anderen großen Wettkämpfen, wie etwa Olympia viel kleiner und somit kommt es auch öfter zu den spannenden Schießeinlagen, die jede Runde die Platzierungen komplett durcheinander würfeln können.

    Wann startet der Ticketverkauf?

    Tickets kann man bereits erwerben und es lohnt sich, schnell zu sein, denn wie bereits erwähnt, genießt die Veranstaltung größte Beliebtheit bei Biathlon-Fans. Das beste ist, wenn man sich Karten auf Tickets75.de reserviert. Der Reseller bietet die Tickets zum Biathlon auf Schalke ohne irgendwelche versteckten Kosten oder andere Haken zum Endpreis an und überzeugt außerdem mit einem reaktionsfreudigen Kundendienst. Am besten genießt man den Biathlon in den vordersten Reihen, ein solches Ticket kann man für 249€ erstehen. Wer möglichst viel sparen möchte, kann auf anderen Plätzen günstigere Karten kaufen. Das billigste ist hierbei ganz hinten der Oberrang, für den man gerade mal 35€ hinlegen muss.

     

  • Laufbahn
    Sportgeschichte

    Doping in der DDR

    Olympiasieger Christian Schenk hat früher Entdecker zermalmt, gibt aber jetzt zu, dass er gedopt ist. Das zeigt den Widerspruch, den der deutsche Sport bis heute hat.

    Jetzt auch Christian Schenk. Der ehemalige Katechet war bereits durch einen staatlichen Plan im DDR-Sport eingesperrt, er war sich des Drogenmissbrauchs bereits bewusst, wie er heute zugibt. Er war auch ein wenig stolz darauf, dass er irgendwann während der Mahlzeiten orale Turinabol-Pillen auf seinem Teller hatte, die er genau wie die Sorrowies aß, denn „es bedeutete, dass ich Teil des Teams war, das sehr gut arbeiten musste. Und erreichte diese Leistung, wurde Olympiasieger im Zehnkampf 1988 in Seoul. Später gewann er die Goldmedaille bei der Europameisterschaft und die Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft des wiedervereinigten Landes, und das hat er gut gemacht, sagt Schenk. Nun, die Wirkung von Anabolika wie Turinabol, dem klassischen Hersteller von Speedsportarten in der DDR, dauert oft Jahre, was wissenschaftlich belegt ist. Aber nach dem Fall des Kommunismus war der deutsche Sport noch nie so gut in so kleinen Dingen. Solange die Schauspielerei gut war, war alles in Ordnung. Was jetzt?

    Kein Wunder, dass Schenk auch von den DDR-Muskelherstellern profitierte. Die Art und Weise, wie sie das Bild der Täuschung unterstützt, ist aufschlussreich. Zum Beispiel mit der Erklärung, dass viele Athleten, im Gegensatz zu anderen Beschreibungen ehemaliger Athleten, genau wussten, was sie schluckten. Sie hatten bereits einen Spitznamen für die Pillen („blaue Blitze“), viele Athleten haben sie in Tassen Zahnbürste, die aus anderen Geschichten bekannt ist. Einige schauten nachts in die Tasse des Mitbewohners, um die Dosierung zu vergleichen, waren auch intern beurteilt worden: Wer geht zu den Olympischen Spielen, wer kann ein wenig Bewegungsfreiheit genießen?
    Andererseits stellen die Memoiren von Schenks ein weiteres Forum zur Aufarbeitung dar. Zum Beispiel die langfristigen Folgen des chemischen Missbrauchs, die heute oft nur noch bei Kindern der zweiten und dritten Generation auftreten, die Opfer von Doping sind. Viele Körper sind zerbrochen, viele Seelen sind zerstört, auch wenn die Gabe die Verbindung zwischen seinen späteren Depressionen und seinem anabolen Konsum nicht herstellen kann (oder will). Die Kluft zwischen Mythos und Realität ist im deutschen Sport immer noch groß. Viele westliche Kollegen haben ihre Geschichte auf dem Gebiet des Dopings nie endgültig akzeptiert. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DGB) hat dagegen Läufer (Bernd Schubert), Dopingbusse des Jahres (Thomas Springstein) ernannt, stellt weiterhin Busse mit Erfahrung in der DDR ein und schließt die Lücken im Anti-Doping-Netzwerk.

    Es ist immer der große Widerspruch: Der deutsche Sport arbeitet hart an seiner Zukunft, fordert mehr Medaillen, die oft nur mit chemischer Kraft gewonnen werden können – und überwindet die vergiftete Vergangenheit, indem er sie einfach zur Vergangenheit erklärt. Ein Geschenk, das wie Werner Franke die Dopingfreiheit aufgehoben hat, erinnert uns endlich auch an diese Dichotomie!